Verabschiedung

Heute ist es soweit – zwei Wochen Plackerei im Gongfu Camp haben ein Ende. Um 7:30 ist noch ein letztes Mal Line Up also Aufstellung und dann geht’s zum Flughafen nach Sanya. 

War auf jeden Fall eine großartige Erfahrung hier mit vielen neuen Kontakten. Einige sehr faszinierende, wenn man überlegt, dass nicht wenige der hier trainierenden als Langzeitschüler zum Teil Jahre nur mit Gongfu verbracht haben. 

Auch Ismet / You Li Han ist ein wunderbarer Lehren mit extrem viel Erfahrung und kann diese auch wirklich gut weitergeben. 

Trotzdem habe ich mich entschlossen, auch im Wudang noch für zwei Tage eine Schule zu besuchen, um auch noch eine ganz klassische Ausbildungsstätte kennenzulernen. Vom

29.-31. geht es zu Meister Wang. Vorher werden wir und das Gebirge anschauen. 

Waffen

Da die zwei Wochen leider nicht für alle Waffenformen reichen, habe ich mich für zwei entschieden:

   Fe Gen Zi: der rote Besen aus dem Wudang-Gebirge. Traditionelle Waffen mit hoher Wirkkraft. Außerdem auch Mittel zur Kultuvierung und inneren Reinigung n

 Lang Ge Ha Ren: der Blonde Fiffi des Meister Wu. Gleicht einer Tarnkappe und macht unverwundbar. 

Good Morning Hainan

Der letzte Tag im Camp bricht an. 2 Wochen hartes Training haben heute ein Ende und morgen geht es weiter über Wuhan, Duisburgs Partnerstadt, ins Wudang Gebirge. 

  
Fazit jetzt schonmal: sehr gute Erfahrung hier und leider viel zu kurz. So langsam gewöhnt sich der träge Körper an die 7-8 Stunden Schinderei. Aber auch in der kurzen Zeit hab ich hier ne Menge mitgenommen für mein Qigong. Leoni ebenso, denke ich. Die MMA-Leute, die allesamt aus den klassichen Bewegungskünsten kommen, haben ihre Bewegungsmuster auf jeden Fall erweitert. 

Mittagsessen außer Haus 

Da es für Leoni und mich – als unerzeugte Karnivoren – nicht immer leicht ist mit der rein vegetarischen Kost, sind wir heute mal zusammen nach Sandao gefahren und haben dort zu MIttag gegessen. Eine wirklich gute Entscheidung. 

   Nein, das ist kein Whiskey auf dem Tisch, sondern Grüntee, den es für lau zum Essen dazu gab. Im Hintergrund die Dämpftöpfe mit den sehr leckeren Jaozi (Maultaschen). 

 Das Genießergesicht sagt: Mmmhhh, endlich wieder Fleisch aufm Tisch. 

Knabbereien

 So, Hühnerfuß to go hab ich jetzt auch mal probiert. Fazit: schmeckt nicht! Schlubberige Haut wie bei alte Leute unter den Armen an Knorpelknochen. Okay, ein bisschen spicy war der Fuß, aber das hat es auch nicht rausgehauen. 

 Nur entdeckt – nicht probiert: chinesisches Überraschungsei. 

   Komische Brause aus dem Supermarkt: irgendwie so ein Geschmack wie vergoreneres Malzbier. 

Spießchen mal anders, nämlich gekocht. Mit Sößchen dazu – voila! Die Auswahl war in Kuala Lumpur allerdings deutlich besser als hier. 

Einkauf

Heute in der Mittagspause bin ich noch mal kurz nach San Dao gefahren, um ein paar kleine Erledigungen zu tätigen. 

Dabei bin ich noch auf einen weiteren Weg (außer den drei besagten) gestoßen. 

   Der etwas versteckte Markt von Sandao. Neben Gemüse gibt’s hier auch Fleisch in allen Formen und Farben. Geruchsmäßig maximal eine 1 auf der Skala von 1-10.  

 Auch die anderen verborgenen Nebengassen etwas weniger einladend als die Flaniermeile von Sandao. Auf der rechten Seite: lautstarker Trupp beim Kartenspiel – wahrscheinlich, wie hier üblich, um Geld. 

  
Das dreibeinige Gefährt dient sonst zur Heimfahrt von Sandao zur Schule. Aber da ich heute mit dem Schulroller unterwegs bin: kein Bedarf. 

Busfahren für Fortgeschrittene 

Auch dieses Mal haben wir unsere Rückreise von Dadonghai über Sanya nach Sandao mit dem Bus angetreten – vergleichsweise souverän. 

   Erste Hürde: Busbahnhof finden. Von außen ist dieser nicht gerade sofort als solcher erkennbar. Das von mir als Busbahnhof verwendete chinesische Wort führte auch nicht zum Erfolg. Diesmal gings etwas einfacher. 

 Hürde zwei: Ticketkauf. Mit etwas mehr Mut zur Lücke wurde meine Bestellung von fünf Karten für den Bus nach Sandao verstanden. Fünf, da ich direkt noch welche für die rumänische Gruppe aus dem Camp mitbringen sollte. 

Safety First! Sicherheitskontrolle muss sein. Insbesondere die überaus engagierten Sicherheitsbeamten, die vor Aufmerksamkeit nur so strotzten. 

 Hier ein Ausgang zu den Bussen. Auf den Tickets steht jeweils Ausgang und eine Zeit (Diese ist aber eher zur groben Kalkulation gedacht)

 Im Wartebereich: laut und voll – wie eigentlich überall in China. Außerdem gerne auch Passagiere mit Kippe am Zahn – trotz ausgewiesenem Raucherbereich. Verbote in Bezug aufs Rauchen werden ähnlich ernst genommen wie in einer einschlägig bekannten Mülheimer Kneipe auf der Wallstraße.    

 

Sanitär: okay. Relativ sauber, Geruch eher wir Pavianhaus Duisburger Zoo. Ritual am Pissoir: erstmal einen aus der untersten Sohle hochziehen und in die Keramik pfeffern. Ich muss mal herausfinden was „Stückchen Brot dazu?“ auf chinesisch heißt.