Das Frühstück haben wir dann mal wieder klassisch Chinesisch begonnen. Bei 88 Hongkong Roast Meat Specialist gab es einmal die kleine Platte mit knusprigem Schwein, Ente und Char Siew (BBQ Pork kantonesischer Art). Dazu einen Wantan Suppe und ein paar Nai Bai (ähnlich wie Pak Choi)
Gestern haben wir es auf über 25.000 Schritte gebracht – stramme Leistung, würde ich sagen. Und wir beide haben mit Blasen an den Füßen zu kämpfen – da müssen wir wohl einen kleinen Gang runter schrauben. Mal schauen, ob das hinhaut.
Nach dem ereignisreichen Tag, hatten wir uns ein Feierabendbier verdient. Dafür sind wir zurück zum Hotel bzw. daneben war n den Laden, wo wir gestern – am ersten Abend – schon etwas gegessen hatten.
Hier gibt es neben dem Verkauf von Essen durch die Hwker auch zwei Beer Ladys – ich weiß nicht, ob das die offizielle Berufbezeichnung ist. Auf jeden Fall wird man recht massiv von denen gedrängt, Bier zu trinken – aber das hatten wir ja eh vor.
Da wir gestern schon dort waren, wurden wir auch von beiden erkannt – so weit so gut. Nun muss man aber wissen, dass die beiden in Konkurrenz stehen und unterschiedliches Bier verkaufen – also unterschiedliche Marken. Ich kannte dieses „Konzept“ schon aus Thailand. Das Ganze ist nichts anrüchiges sondern tatsächlich sowas wie freiberufliche Verkäuferinnen, die eben den Ort des Food Courts nutzen.
Naja, wir wurden also begrüßt (euch kenne ich noch von gestern) und uns wurde ein Platz bereitet (alte Flaschen der Vorgänger vom Tisch und Kölsche Wisch über die Platte). Während die Dame dies machte, kam die nächste direkt dazu gestürmt und sagte: ihr trinkt aber wieder mein Bier, okay? Da wir gestern auch mit dem Bier (thailändisches Chang) sehr zufrieden waren stimmt ist zu. NICHT GUT! Das Gesicht der ersten Dame verfinsterte sich und sie war mehr als deutlich unzufrieden mit der anderen – und mit uns.
Da die beiden gestern eher wirkten als würden sie zusammen arbeiten, sah das heute ganz anders aus. Um die Story nicht zu lange zu machen, kürze ich etwas ab.
Wir haben dann erstmal ganz salomonisch von jeder der Damen eine Flache bestellt. Und es klärte sich, dass die erste uns auch verwechselt hatte und dachte, wir hätten gestern bei ihr bestellt. Ein kurzes „Bu Ke Qi“ (kein Problem / macht nichts – auf Chinesisch) hat sie dann ganz beschwichtigt und wir konnten relativ entspannt die beiden Biere und nachher noch mal je eins von jeder trinken.
Für Annette war das überhaupt nichts – also der „Streit“, den wir da ausgelöst hatten. Das Paste nicht zum Harmoniegedanken. Ich habe gesagt, dass sie das dann ja morgen alles klären kann wenn wir wieder dort Bier trinken 😉
Die nächste Lichtershow gab es dann um 20:45 auf der anderen Seite des Marina Bay Sand (auf das wir übrigens morgen – Spoiler – noch draufgehen werden)
Die Gardens by the Bay sind riesige begrünte Stahlkonstruktionen, die dann zu klassischer Musik aufleuchten.
Am Fuße des bekannten Hotels Marina Bay Sand befindet sich eine riesige Mall. Und direkt davor findet abends immer eine Light Show auf dem Wasser statt – das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Die Mall ist übrigens wirklich riesig – mit eigenem Kanal und Gondeln im Inneren.
Um Punkt 20 Uhr ging es dann los – im Hintergrund die faszinierende Skyline.
Am Ende unserer kleinen Exkursion durch das Viertel wurde es Zeit fürs Abendessen. Auch hier gibt es einige dieser Ansammlungen von Hawker (Streetfood-Ständen), wo man wirklich bestens essen kann.
Diesmal gab es Dim Sum – kleine, meist gedämpfte Häppchen. Der stand, den wir uns rausgesucht hatten, bot eine riesige Auswahl – da haben wir ordentlich zugeschlagen.
Hier in Singapur findet mal die Hawker eigentlich nie als einzelne stände sondern immer in Form von Food Courts. So gibt es dann auch z.B. immer eine Toilette.
Ansonsten sucht man sich einen Tisch und kann dann bei einem, oder auch mehreren Ständen sein Essen kaufen. Wirklich schade, dass es das bei uns nicht gibt.
Bakkwa ist salzig-süß mariniertes und getrocknetes Fleisch. Auf einen Tipp von Bobby (einem Kollegen von Annette) hin, haben wir uns das mal gekauft. Wirklich sehr lecker und ein perfekter Snack für zwischendurch.
Chinatown ist natürlich auch in Muss hier in Singapur. Im Vergleich zu Bangkok ist es um einiges geordneter – aber dennoch sehenswert. Ein Mix aus Shop und Ständen, Restaurants und Hawkern, Tempeln und schönen Häusern.