Schnuppen

Nun hat’s mich leider doch noch erwischt. Kurz vor der Abreise aus Deutschland hatte ich das Gefühl, krank zu werden – kein Wunder, da bei mir in der Firma die Unsitte vorherrscht, auch krank auf der Arbeit zu erscheinen. Der Seniorchef meinte sonach, noch mal komplett verrotzt in der Firma rumrennen zu müssen – Idiotie pur.

Naja, ob es da anfing oder der Körper einfach aktuell mit Klima und Zeitwechwel zu tun hat – eigentlich egal, nun muss ich das irgendwie wieder loswerden.

Wir werden uns gleich mal auf unser Moped setzen und zum botanischen Garten fahren. Ich leg mich dort dann einfach irgendwo hin und Nette kann sich Blümskes angucken.

Sirene Genthin

Das Thema Sirene verfolgt mich bis in den Urlaub. Ich bin ja aktuell dabei, gegen die Stadt Genthin vorzugehen, weil sie uns in 150 m Entfernung eine Sirene vor die Nase gesetzt hat. Generell hätte ich da keine Einwände – wenn diese Sirene für das eingesetzt werden würde, was die Stadt auch kommuniziert hat: bei einer Katastrophe (Waldbrand, Sturm, Hochwasser oder auch Krieg und schwerste Unfälle zB ein Flugzeug stürzt in den Garten).

Aktuell nutzt die Stadt diese Sirene aber auch, um ihre Freiwillige Feuerwehr zu alarmieren (obwohl das heute natürlich schon über Funk und Handy passiert). Zudem wird diese Sirene wöchentlich (!) getestet – als würde der Warntag einmal im Jahr nicht reichen. So kommen wir mit allen angebrannten Essen, die auch in 20 km entfernten Ortsteilen einen Einsatz hervorrufen auf im Schnitt 2 Auslösungen, die uns mit fast 105 dB den Gartenaufenthalt versüßen.

Naja, lange Rede kurzer Sinn. Hier gibt es keine Sirenen – allerdings ruft hier hin und wieder ein Muezin – was schon ähnlich klingt.

Achja, und um das Thema Sirene hier abzuschließen. Ich bin mir sicher am ende wird es heißen: I fought the law and I won.

Peranakan Food

Peranakan ist eine eigene Küche, die sich aus der chinesischen und malaysischen entwickelt hat. Sie gilt als sehr komplex und zumindest da, wo wir sie ausprobiert haben, war sie auch sehr lecker.

Das Restaurant Nyonya Nah by Lavu war eine Empfehlung vom ersten Abend im Jank Café. Gerade auf Penang, speziell in Georgetown, ist diese Küche angesiedelt. Wer mal hier ist, sollte es auch unbedingt ausprobieren.

Penang Hill

Nach unserem Besuch im Blue Mansion haben wir uns im Hotel unseren Hobel abgeholt und sind damit zum Penang Hill gefahren.

Der Zeitpunkt war günstig – freitags gegen frühen Mittag war dort noch nicht so viel los. Insofern sind wir auch recht zügig mit der dort schon Anfang des letztens Jahrhunderts installierten Bahn auf den höchsten Punkt gekommen und konnten über die Stadt Georgetown schauen.

Blue Mansion

Der Name steht für das Hotel – aber eigentlich heißt das Gebäude Cheong Fatt Tze Mansion.

Es steht für die chinesische Architektur der damaligen Zeit mit westlichen Einflüssen und ist zudem der Inbegriff für gutes Feng Shui.

Mehrmals am Tag kann man eine Audio Tour buchen oder einfach durch die Räumlichkeiten laufen. Die Touren mit Reiseführer sind meist schon ausgebucht für mehrere Tage.

Käffchen zum wach werden

Die Nacht war relativ bescheiden – keine Ahnung ob das an der vorangegangenen Nacht und unserem Ausflug in die Welt des Alkohols zu tun hatte. Am Ende egal – irgendwann hilft einfach nur noch wach werden. Und was hilft da? Ein lecker Käffchen am Morgen.

Unweit von unserem Hotel an dieser Ecke befinden sich direkt zwei Läden, die damit dienen können. Das Frühstück ist westlich – oder was man dafür hält. Hat heute ganz gut gepasst. Aber vor dem ersten Kaffee und unserem Frühstück haben wir uns Tickets für das Blue Mansion geholt – dazu mehr im nächsten Beitrag.

Fisch zum Abend

Da das Restaurant, was wir uns eigentlich für heute Abend rausgesucht hatten, geschlossen hatte, sind wir direkt bei uns um die Ecke zum Red Dragon, einen Foodcourt gegangen.

Dort gab es für uns Fisch und Gemüse. Die Auswahl ist überragend und die Atmosphäre eher wie in einer großen Kantine. Dazu laute Livemusik. Aber so haben wir den Abend schön ausklingen lassen.

Impressionen (2) by Night

Wir sind noch mal raus und ein wenig um den Block gelaufen. Auch über die näheren Straßen hinaus hat Georgetown wirklich überall etwas zum Entdecken. Die unzähligen kleinen Läden, die Märkte, die verschiedenen Ethnien – einfach herrlich. Kein Wunder, dass diese Stadt als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Und es ist schön zu sehen, dass noch nicht alles nur im Hochglanzformat ist. Es bleibt authentisch asiatisch – immer ein wenig Chaos und eben nicht zu gerade, zu deutsch.

Das Haus oben auf dem Bild wurde allerdings seit meinem Aufenthalt vor 10 Jahren ordentlich rausgeputzt undi ist inzwischen ein – vermutlich eher hochpreisiges – Hotel. Ich bin mir sicher, dass es damals extrem verfallen war und ich in dem darin früher ansässigen Hostel übernachtet habe.