Da ich schon recht früh wieder wach war, hab ich mal das Frühstück im Hotel ausprobiert. Großes Buffet mit Auswahl aus aller Herren Länder – klassisch wie bei uns bekannt, chinesisches Porridge, malaysisches Warung, indisch usw.
Da Annette noch geschlafen hatte, hab ich ihr danach direkt mal Kaffee besorgt vom 7-11. jetzt kann der Tag also starten – gleich treffen wir uns mit Elaine, einer alten Freundin, die hier aus KL ist.
Um 20 Uhr Ortszeit waren wir beide total platt und haben beschlossen schnell zu schlafen, um so in den Rhythmus zu kommen. Einen kleinen Snack musste ich mir aber noch vom Straßenstrand mitnehmen. Hier kann man sich selbst ein paar Spieße aussuchen, die dann frisch gebraten werden. Dazu noch eine frische Kokosnuss und dann ab in die Falle – morgen gibt’s mehr.
Die Jalan Alor war seit jeher eine Straße mit vielen streetfood Ständen. Vor acht Jahren, als Nette und ich hier zusammen unsere erste gemeinsame Asienreise gestartet hatten, war unser Hotel direkt um die Ecke. So haben wir auch den ersten Abend direkt an einem der Stände verbracht.
Seitdem hat sich hier vieles stark verändert. Die Straße hat fast einen Jahrmarkt Charakter bekommen, ist extrem überfüllt und die Kober der Restaurants sind noch nerviger geworden. Das einst authentische ist verloren gegangen – aber so ist es: alles ändert sich, und nicht alles zum Guten.
Schon eine meiner ersten Aufenthalte vor fast 25 Jahren habe ich hier etwas gegessen. Die Gerichte sehen immer noch gut aus – insofern mal schauen, ob wir auch dieses Mal irgendwo „einkehren“, allein der Trubel ist leider nervig und lässt uns dann eher nach Alternativen Ausschau halten.
Auch das Viertel um die Jalan Alor hat enorm zugelegt an Restaurant und Bars – allein in den letzten 8 Jahren. So haben wir dort in einem Pub noch etwas getrunken bevor es zurück zum Hotel ging.
Unsere erste Runde durch das Viertel hat uns zum dem foodstall geführt, wo Annette und ich schon letztes Mal gegessen hatten. Immer noch ein super Ort für leckeres Essen in authentischer Atmosphäre.
Neben Reis und Wasserspinat haben wir uns zwei Varianten Hähnchen gekauft – alles im Claypot gebrutzelt. Wirklich richtig lecker das Ganze und von einer freundlichen chinesischen Oma und vermutlich ihrem Sohn (oder Enkel?) serviert.
Absolut empfehlenswerter Ort – wenn auch ein wenig versteckt zwischen den ganzen Klimbim ständen in Chinatown.
Diese Suppe köchelt schon über ein halbes Jahrhundert. Viele Essenstipps oder Michelin Empfehlungen finde ich ja eher affig in einer Stadt wie Bangkok – hier gibts an jeder Ecke super Läden. Aber diesen mussten wir definitiv mal ausprobieren. Es hat sich gelohnt – alles richtig lecker und auch hier die Preise für Locals und kein Tourinepp.
Und Zack, schon haben wir den letzten Tag in Singapur vor der Brust. Diesmal haben wir beide gut geschlafen und sind so langsam im tritt nachdem uns der Jetlag ein wenig geärgert hat die letzten Tage.
Also früh raus und erstmal frühstücken. Diesmal Dim Sum bei Swee Chon – auch eine Empfehlung von Nettes Kollegen Bobby.
Der Laden hat eine wirklich große Auswahl und natürlich alles lecker und frisch. Wer wissen will, was wir da gegessen haben, finde alle Positionen auf dem Zettel (Bild unten).
Das Frühstück haben wir dann mal wieder klassisch Chinesisch begonnen. Bei 88 Hongkong Roast Meat Specialist gab es einmal die kleine Platte mit knusprigem Schwein, Ente und Char Siew (BBQ Pork kantonesischer Art). Dazu einen Wantan Suppe und ein paar Nai Bai (ähnlich wie Pak Choi)
Zum Mittag gabs dann heute was Typisches aus Singapur. Neben den chinesischen und indischen Einflüssen, ist natürlich ganz viel hier malaysisch geprägt.
So auch Laksa, ein traditionelles Gericht, dessen Variante Laksa Katong wir gegessen haben – eine scharf gewürzte Brühe mit Kokosmilch und Nudeln und in diesem Fall Zutaten aus dem Meer. Daneben gabs noch Nasi Lemak (Reis mit getrocknetem Fisch und Sambal Paste) und Otha (Fischbrei in einem Bananenblatt gegrillt).
Der Laden, wo wir gestern haben (328 Katong Laksa) ist eine Institution und hatte eine Wand mit den berühmten Gästen – unter anderem dem britischen Koch Gordon Ramsey sowie dem Schauspieler Donnie Yen (bekannt aus Kung-Fu Filmen über Yip Man).
Während Annette noch schläft, hab ich mich mal aus dem Hotel geschlichen und eine weitere Ansammlung von Hawkern gefunden, die auch schon geöffnet hatten um halb Sieben. Und wie man sieht bin ich auch fündig geworden – einmal gedämpftes Hack mit salzigem Fisch und dazu eine Schale Reis mit Schweinebauch aromatisiert. Herzhaft und für 5$ ein Schnapper.
Auf dem Rückweg hab ich dann Nette noch nen Kaffee von 7-11 besorgt. Mal schauen, wann wir dann in die Gänge kommen, um die Stadt zu erkunden.