In de Kaffeebud

Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee – so heißt es doch, oder? Nach der Fahrt per Hochbahn quer durch die Stadt als erstmal rein in die nächstbeste Kaffeebud.

Okay, vielleicht ist das etwas tief gestapelt. Dieser Laden hier hat Tradition unbequeme anscheinend schon von Charly Chaplin aufgesucht.

Neben dem wirklich schicken – zugegebenermaßen aber auch kolonialem Ambiente – bekommthat man hier eine unfassbare Auswahl an unterschiedlichen Kaffees. Und damit meine ich nicht Espresso, Latte usw. Nein, gemeint sind verschiedenen Bohnen aus aller Welt – unter anderem auch der Kopi Luwak, der einmal durch den Darm einer Wildkatze gewandert ist. Darauf haben wir allerdings verzichtet, da er pro Kanne über 50 Euro kosten sollte – außerdem schmeckt der bestimmt Scheisse

Morgens um 10 in Malaysia

Wir haben das passende Frühstückslokal gefunden – im Stil einer Kantine. Tisch wird am Eingang zugeteilt und dann kann man sich an den verschiedenen Ständen etwas brötzeln lassen.

Nette hat sich – neben dem Kaffee – für ein scharfes Süppchen entschieden. Für mich gab es Rattenschwanz-Nudeln im Tontopf. Der Name (Lo Shi Fan) kommt von der Form, die die Nudeln haben – hoffe ich zumindest.

Große Hafenrundfahrt

Also nur symbolisch, ne? Sind heute früh zu einem Labor gefahren, wo wir von zuhause aus schon einen Termin gemacht hatten.

Da mir die Ärzte in Deutschland, gelinde gesagt, ziemlich auf den Sack gehen, lassen wir uns einmal durchchecken: umfangreicher Bluttest, EKG, Ultraschall der Organe und Gespräch mit der Ärztin. Da sieht man, dass es auch anders gehen kann – alles wird in Ruhe erklärt und man bekommt das Gefühl, ernst genommen zu werden.

Anlass zur Sorge gab es keinen – eben einfach mal eine Bestandsaufnahme. In Deutschland hatte ich zwischendurch schon mal Bluttest inklusive Mikronährstoffe, Vitamine usw machen lassen. Kann ja nicht schaden – und man wird ja nicht jünger.

Jetzt ist es aber gleich geschafft und wir haben uns das Frühstück und einen Kaffee verdient.

KL by night

Im Vergleich zu gestern sind wir ein ganzes Stück fitter und kommen immer mehr in den Rhythmus. Am ersten Tag war wir beide wirklich sehr platt und haben am Abend schnell das Licht ausgemacht.

Heute machen wir – nach dem langen Tag – auch keine großen Sprünge mehr, aber genießen trotzdem schon mehr das pulsierende Leben hier auf den Straßen.

Wie überall in Asien scheint die Stadt am Abend noch mal richtig auszudrehen. Die Garküchen laden dampfend ein, Platz zu nehmen und die Menschen – Einheimische wie Touristen – strömen durch die Straßen und kleinen Gassen.

Jetzt heißt es aber: ab in die frisch gemachte Falle und morgen geht’s weiter.

Dim Sum KL

Nach unserer Runde beim Trail, haben wir noch eine ganze Weile in Elaines Haus verbracht und hatten Zeit zu reden und uns auszutauschen. Das letzte Mal haben wir sie und ihre Schwester Emily vor 8 Jahren gesehen als Annette und ich auch kurz zu Beginn unserer Reise mit n KL waren.

Am Abend sind wir dann noch mal zu einem Restaurant gefahren und haben dort gegessen. Diesmal gab es Dim Sum. Wie immer alles sehr lecker und in super Atmosphäre, auch wenn der Laden zu dieser Zeit noch recht leer war.

Elaine hat uns dann an einer Station der Hochbahn ausgesetzt und wir könnten direkt nach Chinatown durchfahren. Es war wirklich ein sehr gelungener Tag und freuen uns, wenn Worbiser mal wieder sehen können – nächstes Mal vielleicht in Deutschland oder Österreich, da sie bald für eine Weile dort sein wird.

Trail

Da der Markt geschlossen war, sind wir zusammen zu einem kleinen Trail innerhalb der Stadt gefahren. Dort gibt es einige Rundwege, die man laufen kann.

Es ist schon faszinierend, plötzlich Affen und Warane zu sehen – schlussendlich mitten in der Stadt. Und auch das dichte Grün der Pflanzen war sehr erholsam nach dem grauen und eher kargen Winter bei uns.

Treffen mit Elaine

Heute haben wir uns mit Elaine getroffen, die ich inzwischen seit über zwanzig Jahren kenne. Sie lebt hier in KL – ein wenig außerhalb des Zentrums.

Als Start gab es erstmal ein gemeinsames Frühstück – typisch asiatisch, wie man auf dem Bild sehen kann. Da wir fern der großen touristischen Attraktionen waren, ist man hier auch nur unter Einheimischen. Aber das ist in Malaysia, und speziell KL eh schon ein nix aus Malayen, Chinesen und Indern.

Da Elaines Wurzeln chinesisch sind, hat sie unsicher eher in die Orte dieser Community mitgenommen.

Eigentlich wollten wir nach dem Essen noch auf einen Markt, der ist aber aufgerund des Neujahrsfestes geschlossen gewesen. Das chinesische Neujahr war am 17.2., zieht sich aber bis zu zwei Wochen mit verschiedenen Events.

Nix ohne Kaffee

Da ich schon recht früh wieder wach war, hab ich mal das Frühstück im Hotel ausprobiert. Großes Buffet mit Auswahl aus aller Herren Länder – klassisch wie bei uns bekannt, chinesisches Porridge, malaysisches Warung, indisch usw.

Da Annette noch geschlafen hatte, hab ich ihr danach direkt mal Kaffee besorgt vom 7-11. jetzt kann der Tag also starten – gleich treffen wir uns mit Elaine, einer alten Freundin, die hier aus KL ist.

Abendlicher Snack

Um 20 Uhr Ortszeit waren wir beide total platt und haben beschlossen schnell zu schlafen, um so in den Rhythmus zu kommen. Einen kleinen Snack musste ich mir aber noch vom Straßenstrand mitnehmen. Hier kann man sich selbst ein paar Spieße aussuchen, die dann frisch gebraten werden. Dazu noch eine frische Kokosnuss und dann ab in die Falle – morgen gibt’s mehr.

Jalan Alor

Die Jalan Alor war seit jeher eine Straße mit vielen streetfood Ständen. Vor acht Jahren, als Nette und ich hier zusammen unsere erste gemeinsame Asienreise gestartet hatten, war unser Hotel direkt um die Ecke. So haben wir auch den ersten Abend direkt an einem der Stände verbracht.

Seitdem hat sich hier vieles stark verändert. Die Straße hat fast einen Jahrmarkt Charakter bekommen, ist extrem überfüllt und die Kober der Restaurants sind noch nerviger geworden. Das einst authentische ist verloren gegangen – aber so ist es: alles ändert sich, und nicht alles zum Guten.

Schon eine meiner ersten Aufenthalte vor fast 25 Jahren habe ich hier etwas gegessen. Die Gerichte sehen immer noch gut aus – insofern mal schauen, ob wir auch dieses Mal irgendwo „einkehren“, allein der Trubel ist leider nervig und lässt uns dann eher nach Alternativen Ausschau halten.

Auch das Viertel um die Jalan Alor hat enorm zugelegt an Restaurant und Bars – allein in den letzten 8 Jahren. So haben wir dort in einem Pub noch etwas getrunken bevor es zurück zum Hotel ging.