Heute wollen wir uns ein paar Dinge etwas außerhalb des touristischen Kerns der Stadt erschließen. Dafür fahren wir gut 40 Minuten mit dem Bus in östliche Richtung.
Generell sind die Verkehrsmittel hier wirklich sehr komfortabel. Mit unserer Octopus Card können wir einfach einsteigen und das Geld wird von dem Guthaben abgehoben. Diese Busfahrt z.B. kostet uns gerade mal 1,30 Euro – auch die anderen Strecken z.B. mit der MRT sind alle wirklich günstig.
Das hier ist unser Hobel gewesen, mit dem wir rumgefahren sind. Also eigentlich wie immer hier in Asien – mit 125 ccm in die Freiheit.
Der Verkehr ist ebenfalls wie immer – gelebter Daoismus. Nachgeben und im Fluss bleiben. Schulterblick ist unbekannt, abbiegen kann man gerne auch mal ohne hingucken und Verkehrszeichen sind Optionen. Man sollte alles vor und leicht seitlich neben sich immer im Blick haben. Alles, was hinten passiert, ist egal – das sieht ja der Hintermann/die Hinterfrau (hoffentlich)
Im Ranking meiner verschiedenen Destinationen, ist Penang irgendwo im Mittelfeld. In den großen Städten Bangkok oder KL bin ich allerdings noch nie gefahren. Ganz oben in Sachen Chaos stehen für mich Kambodscha und bisher ungeschlagen Saigon/Vietnam.
Heute ist Reisetag – da geht natürlich ein wenig Zeit drauf. Aber – wie so oft hier in Asien – klappt alles wunderbar und ohne Komplikationen.
In der Bahn musste ich noch ein wenig von der letzten Nacht nachholen. Viel zu sehen gab es aber eh nicht – draußen rauschte eine grüne Wand an uns vorbei.
In Butterworth ging es dann auf die Fähre – auch das wirklich unkompliziert. Da die Karten der Fähre nur mit Kreditkarte zu erwerben waren und unsere Karte – warum auch immer – nicht akzeptiert wurde, haben wir eine Malaysierin gefragt, ob sie unsein Ticket mit kauft und wir ihr das Geld in bar geben können. Am Ende hat sie uns die beiden Tickets zu je 2 Ringgit geschenkt.
Der Zug hat vor ein paar Minuten den Hauptbahnhof KL Sentral verlassen. Die Tickets hatten wir im Vorfeld schon online gebucht – alles ganz easy.
Wie üblich wird bei den Eingängen und zum Zug gedrängelt – und das, obwohl jeder eh seinen festen Sitzplatz hat.
Aber egal. Der Ablauf war generell entspannt und alles lief recht schnell. Erster Durchgang mit dem QR Code aus der App, danach über Rolltreppen zum Gleis.
Der Zug ist gut gefüllt und das viele Gepäck irgendwie untergebracht. Nun geht es für zirka 4 Stunden Richtung Norden nach Butterworth. Von dort müssen wir noch auf die Insel Penang. Wenn alles klappt, nehmen wir die Fähre – ansonsten per Grab, da es auch eine Brücke gibt.
Leider nicht für uns. Statt um 8 sind wir erst um 11 Uhr morgens in Kuala Lumpur gelandet. In Istanbul mussten wir drei Stunden länger auf den Abflug warten.
Aber nun sind wir endlich da – bei angenehmen 35 Grad. Immigration hat gut und schnell geklappt, ATM auch und jeder ne SIM Card. Am Ende noch nen Kaffee für Nette.
Den Abend haben wir sehr angenehme verbracht und waren syrisch Essen. war noch mal eine sehr nette und entspannte Runde mit Nettes Kollegen.
Im Hotel war auch alles gut – funktional und kein Lärm in der Nacht. Frühstück haben wir dann im Eilgang eingenommen um unsere Bahn zu bekommen am Ostkreuz. Dafür haben wir dann noch ein Uber bestellt – um rechtzeitig da zu sein und auch weil es regnerisch und glatt war.
Einzig die Bahn macht wieder das, was sie richtig gut kann: nicht funktionieren. Unsere ausgewählte Verbindung entfällt (bzw. nur der eine Stopp, den wir gerade benötigen). Nun nehmen wir doch gleich die SBahn – passt zum Glück auch alles noch.
Wir starten die Reise diesmal einen Tag vor Abflug und fahren schon mal mit dem RE1 zum Ostkreuz. Dort haben wir in Friedrichshain ein Hotel für die Nacht und können morgen früh entspannt zum BER fahren.
Gerade sind wir an einem der Seen um Brandburg/Havel vorbei gekommen, der noch komplett zugefroren ist. Ein wirklich krasser Winter dieses Jahr – Wahnsinn, was das so ausmacht wenn man mal zwei Jahre die Schraubverschlüsse an den PET Flaschen lässt 😉😅
Was hier aussieht wie ein Flughafen ist der neue Hauptbahnhof von Bangkok. Und die Größe ist auch vergleichbar mit z.B. dem Airport Düsseldorf. Das Gebäude ist gigantisch, auch wenn sich das hier schlecht darstellen lässt.
Aber der Bahnhof ist nicht nur groß, er ist top modern und wirklich richtig sauber.
Die Tickets hatten wir ja schon am Vormittag besorgt, nun mussten wir warten bis das Gleis geöffnet wird. Da man hier nur auf das Gleis kommt wenn man eine Fahrt gebucht hat, werden die Gleise entsprechend freigegeben wenn der gewünschte Zug einfährt. Eine halbe Stunde vor Abfahrt ist es dann soweit.
Für den Nachtzug nach Nong Khai haben wir uns ein Erste Klasse Abteil gegönnt, da man dort nur zu zweit alleine ist.
Das Abteil war dann auch schon für die Schlafenszeit vorbereitet und die Betten gemacht – wie man hier sieht ist genug Platz.
Zu Beginn der Fahrt ist noch mal der Service vorbei gekommen und hat – bei Bedarf – Bestellungen fürs Essen aufgenommen.
Die Zugfahrt war recht entspannt und wir haben beide schlafen können, auch wenn der Zug zwischendurch etwas gerappelt hat. Abfahrt war 20:25 und Ankunft in Nong Khai pünktlich um 6:30.
Singapur kann man super mit Bus und Bahn erkunden. Und noch einfacher macht es dieser Tourist Pass. Damit können wir jettzt drei Tage lang mit allen Öffis fahren ohne jedes Mal den Geldbeutel zücken zu müssen.
Und so ging’s erstmal mit dem Bus quer durch die Stadt. Beim Doppeldecker sogar mit tollem Überblick.
Zudem gibt es in den Bussen sogar einen extra Platz für Leute mit Bierbauch – wie das kleine Icon neben mir zeigt.
Neben den Bussen gibt es noch die MRT – ein Netz von Bahnen, das sich durch die Stadt zieht.
Auch hier alles hochmodern und sauber – aber natürlich sieht man weniger von draußen. Aber eben perfekt, um an fast jede Stelle in der Stadt zu kommen. Wir werden auf jeden Fall unseren Touristen Pass ordentlich nutzen die drei Tage hier vor Ort.
Zum Abschluss waren wir in Freiburg, wärmste Stadt in Deutschland.
Wir sind mit dem Auto erst durchgefahren, haben außerhalb geparkt und sind dann mit der Straßenbahn reingefahren.
In Freiburg selber gilt an den meisten Stellen eine Höchstgeschwindigkeit von 30km/h, zumindest nachts. Das ist zwar nicht schnell, aber der Verkehr ist deutlich flüssiger.
Freiburg ist ähnlich wie Münster eine Studentenstadt. Auch wenn es hier entsetzlich viele alte Leute gibt, meist Touristen, sieht man dennoch viele junge Leute. Und viel mehr Öko. Freiburg ist auch weltoffener als Münster.
Leider war es auch voller als tags zuvor in Basel. Na ja, es war Samstag und wir waren auf dem Markt. Wundern tut’s nicht.
Gegen eins, halb zwei haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. Ich konnte ohne Stau durchbrettern. Schade, dass wir schon zurück sind, ich hätte es gut und gerne länger ausgehalten.