Mad Max

Das abgebildete Gefährt fällt eigentlich gar nicht in diese Rubrik – sah aber trotzdem sehr chic aus.

Ansonsten fahren hier einige echt schräge Eigenkonstruktionen durch die Gegend – wahrscheinlich wurden die Filmemacher von Mad Max dadurch inspiriert.

Unabhängig von den Fahrzeugen sind die Vietnamesen aber die Meister des Mopedtransports. Habe ja in Asien auch schon einiges gesehen, aber hier wird es auf die Spitze getrieben.

4-5 Personen, vier Kästen Bier, zwei große Gasflaschen oder zirka 30 volle Plastiktüten am Lenker gehören ins Standardrepertoire.

Spannend wird’s mit Matratze fürs Kingsizebett, Eisenstange ab 5m, Schrein für Altar 1,5x1x1m, komplettes Schwein oder Hühnerkäfig samt Inhalt (hier heißt das Lied auch: meine Omma fährt MIT Hühnerstall Motorrad).

Parken in Saigon

Nicht so einfach – und ich rede hier nicht von nem SUV, den man abstellen will sondern dem Moped. Da der Platz begrenzt ist, gibt es immer wieder Stellen, an denen man zahlen muss für das Abstellen. Meist auf der Straße – hier mal unten in einem Haus. Also ein kleines privates Parkhaus sozusagen.

Auch bei uns unten im Hotel gibt es ein Parkhaus – auch das in erster Linie für Mopeds. Ist eben hier unter den fahrbaren Gerätschaften die erste Wahl.

Vor Cafés gibt es indes kostenlose Parkplatzwächter. Einfach am Straßenrand absteigen, Zettel gegen Moped eintauschen und der Kollege schiebt die Karre irgendwo zwischen all die anderen. Aber bloß nicht dann ein Café weiter gehen – das ist ja schließlich das Gebiet des nächsten Parkwächters.

Ein paar wenige Eindrücke von Saigon

Wir sind nachmittags angekommen und haben uns mit einem Freund von Martin getroffen. Auf das ein oder andere Bier und Abendessen. Letzteres entpuppte sich als eher schwierig, da all die Locations, die er vorgeschlagen hat, wegen der Neujahrsfeiern geschlossen waren. Zum Schluss haben wir sehr sehr gut ganz typisch an der Straßenecke gegessen. Vorher waren wir – wegen zwischendurch mal Pipi machen – in einer Rooftopbar, später noch auf der Khaosan Road Saigons.

Saigon ist zumindest bei Nacht und trotz Kirmesroad ein Highlight, ich bin gespannt auf die kommenden Tage!

Google Maps

So sehr uns Google Maps hier beim Navigieren auf dem Moped hilft, ist es auch lustig, wie manche Läden dort deklariert sind. So ist zB irgendwo ein Delikassengeschäft eingezeichnet gewesen – auf dem beigefügten Foto sieht man dann eine alte Marktfrau mit einem Korb voller Fische auf der Straße sitzen.

Auch Einkaufszentrum entspricht nicht genau unserer Vorstellung – darunter fallen nach hiesiger Definition anscheinend auch alle kleinen Kröselläden, die so ziemlich alles anbieten, was man für den täglichen Bedarf so braucht: Waschmittel, Bier, Kippen, Chips, Eier, lebende Hühner usw.

Am Besten fand ich allerdings die Bezeichnung Baustoffhandel für so chaotische Ansammlungen von Schrott, dass selbst die Ludolfs dagegen wie Monk wirken.

Dies und das

Das war gestern, wir waren ziemlich platt von der Reise und haben ein echt tolles kleines Restaurant gefunden. Gut, dass es so dunkel war, Einzelheiten möchte man nicht sehen. Toll war der Kasten (warmes) Bier direkt am Tisch, daneben ein Plastikeimer mit Eis zum kühlen.

Ich ärgere mich fast, dass ich nicht rauche: 26.000 VND ein Euro!

Strandbar. War echt ein Erlebnis. Da sprang die ganze Zeit so ein Gockel rum, der nur mit sich selbst beschäftigt war: ständig Selfies, neu eingeölt, hier rumgezuppelt und dort korrigiert. Wir haben uns totgelacht. Traurig: im Wasser war viel Plastik und Müll!

Das heutige Essen, viel Getier, Muscheln, Oktopus. Sehr lecker.

Ein kleines bisschen Nachtmarkt. Ist wie Kirmes, immerhin deutlich günstiger und essensmäßig auch deutlich besser.

Ein Karaokepalast, woah, da kann ich leider nur sagen, wir loosen ab! Das Bild gibt das leider nicht so her.

Zum Schluss noch Hähnchen Becker auf vietnamesisch: fotografiert vom Mopped aus an einer (sehr sehr) staubigen Straßenkreuzung.

VietAir

Heute haben wir ausführlich VietAir getestet – eine vietnamesische Billigairline. An sich alles gut gelaufen – der Buchungsvorgang zuhause war aber natürlich nicht so professionell wie bei Air Asia.

Auffällig sind die ziemlich rödeligen und überfüllten Flughäfen. Im Vergleich zu Thailand scheint hier überall mehr Gewusel zu sein. Und selbst der Airport von Saigon wirkte echt kröselig – allerdings haben wir natürlich auch nur den Domestic Teil gesehen.

Gestern noch…

… ringedingdong …

… heute nur noch left over

Jedenfalls fühle ich mich heute wie der abgewrackte Tannenbaum im Flughafen in Phu Quoc. Wir sind heute Morgen um 5 Uhr aufgestanden, zum Flughafen in Hue, per Flieger nach Saigon, 4h+1h Aufenthalt am Flughafen und dann weiter nach eben Phu Quoc.

Nach dem ersten Kaffee und dem darauf folgenden Bier geht’s etwas besser. Auf jeden Fall geht’s heute früh ins Bett!